Hawks wollen zu Hause weiter Selbstvertrauen tanken
Was für eine Frage. Mit einem klaren „Nein“ weist Alexander Stahl ein mögliches Ende seiner Eishockeykarriere von sich. „Aufhören kommt für mich noch nicht infrage.“ Zu seinen bislang 312 Einsätzen für die Haßfurt Hawks (2. Platz/56) Punkte sollen noch weitere dazu kommen. „Ich hoffe auf viele weitere Jahre, solange es körperlich geht und es Spaß macht“, betont der 28-Jährige in seiner zwölften Saison für seinen Heimatverein in der „Ersten“.
Spekulationen über mögliches Aus sind vor einigen Monaten aber entstanden, weil der erfahrene Verteidiger erst spät in der laufenden Saison wieder ins Hawks-Trikot geschlüpft ist. Nachdem er in der gesamten Vorbereitung fehlte, stand Stahl erst am zweiten Spieltag der Pflichtspielrunde wieder im Kader. „Ich musste mich erst privat um paar Sachen kümmern“, erklärt er seinen späten Einstieg, ohne aber auf weitere Details einzugehen. Viel wichtiger: „Der Vorstand hatte Verständnis“. Klar, dass er trotzdem Trainingsrückstand hatte und deshalb zu seinen Spielen in der Landesliga auch parallel einige Einsätze in der Bezirksliga-„EinsB“ absolvierte – seine vorerst letzten am vergangenen Wochenende, als der krasse Außenseiter erst das Derby beim Tabellenzweiten ERV Schweinfurt 1b mit 5:6 gewann sowie einen Tag später auch noch Spitzenreiter EHC Regensburg mit 5:4. Nachdem die Truppe vom Trainergespann David Franek und Martin Hildenbrand ihre Saison nun aber beendet hat, gilt seine Konzentration wieder voll und ganz den Landesliga-Hawks.
Und in den ebenso letzten beiden Heimspielen der Vorrunde gegen den EV Moosburg (5./35, Freitag, 19.30 Uhr) sowie am Faschingssonntag gegen den EHC Mitterteich (7./31) erwartet der Rügheimer „zwei harte Spiele, in denen wir jeweils konzentriert unsere Aufgabe erledigen müssen. Aber“, blickt er optimistisch aufs Wochenende, „wenn wir das machen, sollten wir gewinnen.“ Eine Voraussetzung hält er dabei angesichts der deutlichen Pleiten in Dorfen und vor allem zuhause gegen den EV Pegnitz für zwingend erforderlich: „Zusammen als Team müssen wir Defensivarbeit machen.“ Ansonsten ist Alexander Stahl sehr einverstanden mit der bisherigen Saison. Vor allem mit dem zweiten Platz, von dem die Hawks selbst bei Niederlagen nicht mehr verdrängt werden können. Und dahingehend natürlich mit der gesamten Mannschaft. „Wir haben aktuell drei gute Reihen. Jeder kämpft für Jeden und bringt seine eigenen Stärken auf das Eis.“
Wen hätte er dann am liebsten zu Gast am Großen Anger in der ersten Play-off-Runde? „Ottobrunn, da die nicht ganz unbekannt für uns sind“, sagt er und schiebt im selben Atemzug hinterher: „Aber in erster Linie ist es egal, da jedes Spiel erst gespielt werden muss.“ Schwer würde es also auch, wenn der Gegner nicht der ERSC Ottobrunn wäre, sondern – was ebenso noch möglich ist – der SC Forst, der SC Reichersbeuern oder der EV Ravensburg 1b.
Text und Bild: Ralf Naumann