Erfolgreich in Sonthofen?

Der Finaleinzug winkt: Statistik lässt auf packende Duelle zwischen Haßfurt und Sonthofen hoffen

Maximal noch drei Schritte sind es bis zum Erreichen der eigenen Zielsetzung: das Playoff-Finale der bayerischen Eishockeylandesliga. Die Haßfurt Hawks haben am Wochenende nach der Saison 2021/2022 (gegen Reichersbeuern) sowie den Spielzeiten 2022/2023 und 2023/2024 (jeweils gegen Burgau) wieder die Chance, zu den besten zwei Landesligavertretern zu gehören. Längst vergessen das glanzlose und vor allem schmerzhafte Viertelfinal-Aus vor einem Jahr gegen den EV Pegnitz, als einer 5:1-Niederlage noch eine 3:4-Heimpleite folgte. Nein. Diesmal hat die Mannschaft um Trainer Milan Mazanec die „Hürde“ Viertelfinale gegen Germering letztlich souverän gemeistert. Doch der kommende Gegner, der ERC Sonthofen 99, wird eine noch größere Hürde darstellen. Schaffen es die Hawks am Freitagabend (20 Uhr) beim Hinspiel bei den gelb-schwarzen Oberallgäuern, sich gut und vor allem erfolgreich aus der Affäre zu ziehen? Gelingt im Rückspiel am Sonntagabend im Stadion Am Großen Anger (18.30 Uhr) vielleicht schon der Finaleinzug? Oder muss wieder eine dritte Partie die Entscheidung bringen? Möglich ist auch, dass am Sonntag nach der Schlusssirene die Saison für die Hawks beendet ist. Was spricht für die Hawks, was für Sonthofen?

Wie gingen die bisherigen Duelle aus?
Nachdem es seit der ESC-Vereinsgründung 2004 keine regulären Pflichtspiele zwischen den beiden Kontrahenten gab, führte die damals noch ausgetragene Aufstiegsrunde in der Saison 2022/2023 mit Hin- und Rückspiel Haßfurt und Sonthofen zusammen (daneben hatten sich noch Reichersbeuern, Dingolfing, Waldkirchen, Trostberg, Burgau und Germering qualifiziert). Und zwei Mal siegten die Hawks: In Sonthofen gab es einen knappen 1:2-Erfolg, im Stadion Am Großen Anger dann einen deutlichen 9:3-Sieg. Ein gutes Omen allemal, denn Haßfurt gelang letztlich der Finaleinzug mit dem legendären Fünf-Spiele-Krimi gegen den EV Dingolfing.

So wie zuletzt beim 10:1-Kantersieg gegen Germering wollen die Hawks auch am Wochenende wieder möglichst oft jubeln – zumindest einmal mehr, als der ERC Sonthofen. Beide Teams treffen im Halbfinale der Landesliga-Playoffs aufeinander und werden sich zwei spannende Duell liefern.

Wer sind die Topscorer?
Nach wie vor steht Vaclav Adamec ganz oben in der internen Scorerliste der Hawks. Nachdem der junge Tscheche in der regulären Saison bereits 84 Scorerpunkte erzielte (41 Tore), markierte er in den bisherigen fünf Playoff-Partien der Hawks schon 17 weitere (fünf Tore). Aktuell effektivster Sonthofener ist Landsmann Ondrej Havlicek, der in vier Begegnungen bereits neun Mal ins Schwarze traf (drei Assists). In der Vorrunde glänzte jedoch Teamkollege Dan Przybyla noch ein wenig mehr: Er traf in 29 Partien 35 Mal und gab noch 19 Vorlagen.

Topscorer Vaclav Adamec alleine vor dem Pegnitzer Schlussmann Filip Rieger.

Wie sind die Torhüterstatistiken beider Teams?
Das Sonthofener Torhüter-Duo wird sich vielleicht als die am schwersten zu knackende Nuss entpuppen. Fabian Schütze und vor allem Calvin Stadelmann liegen in der Statistik beider Landesligagruppen an der Spitze. Nicht nur, weil sie insgesamt schon sieben Shutouts feiern konten. Bislang ließen die beiden lediglich 71 Gegentore zu (Schnitt 2,2), in ihren vier Playoff-Spielen gegen Bayreuth und Trostberg sogar nur deren Vier. Doch auch die beiden Haßfurter Schlussleute Nicolas Hetzel und Maximilian Schmidt sind jeweils in den Top 10 der gesamten Landesliga zu finden und belegen bei den Playoffs sogar Rang fünf und sechs.

Max Schmidt im Spiel gegen Moosburg.
Nicolas Hetzel im Spiel gegen Germering.

Welches Team ist heimstärker?
Sonthofen gewann in der bisherigen Saison alle seiner 14 Pflichtspiele vor heimischen Fans (76:22 Tore). Natürlich auch ihre beiden Heim-Playoffs gegen Bayreuth (4:0) sowie Trostberg (11:2). Aber die Hawks brauchen sich diesbezüglich auch nicht verstecken: Sie waren immerhin 15 von 17 Mal Sieger im Stadion am Großen Anger.

Welches Team ist treffsicherer?
Haßfurts Topscorer Vaclav Adamec und Co. trafen in ihren bislang 32 Saison-Pflichtspielen bereits 221 Mal ins Schwarze. Mit dieser Ausbeute übertreffen sie den ERC Sonthofen (bei allerdings nur 31 Einsätzen) um 74.

Wer bekam mehr Strafzeiten?
Während sie in ihrer Gruppe A souveräner Spitzenreiter war, belegte die Mannschaft von Sonthofens Trainer Helmut Wahl in der Fairness-Tabelle am Ende der Vorrunde nur den vorletzten Platz. Durchschnittlich kassierte sie 15,9 Strafminuten (insgesamt 428), darunter waren auch sechs Hinausstellungen. Die Hawks dagegen mussten „nur“ für 219 Minuten auf die Sünderbank, konnten aber alle Partien komplett bestreiten. In den Playoffs steht es bislang 82:54.

Nach dem Sieg im Playoff-Viertelfinale gab es Grund zu feiern.

Welches Team ist auf dem Papier also im Vorteil?
Die Jungs des ERC Sonthofen, weil sie mehr Heimspiele für sich entschieden, sie von mehr Zuschauenden unterstützt werden (zuletzt kamen stets über 1200 Fans in Stadion, in der Vorrunde knapp 900), weil sie ein Playoff-Spiel weniger in den Knochen haben? Nein. Die Chancen sind ausgeglichen. Und wenn die Haßfurt Hawks an ihre zuletzt gegen den EV Germering gezeigte Leistung anknüpfen können, dürfen sich alle Beteiligten auf mindestens zwei hochklassige, spannende Halbfinal-Spiele freuen.

Bilder und Text: Ralf Naumann

Halbfinal-Heimspiel:

HAWKS vs. Sonthofen – 15.03.2026 – 18:30 Uhr

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