„Kampf und Wille“ als Hauptzutaten für einen perfekten Jahresauftakt
Was für ein Jahresauftakt für die Haßfurt Hawks, die 2026 ebenso begonnen, wie sie 2025 beendet haben – mit zwei Siegen. „Ich bin total stolz auf die Jungs“, fasste Betreuer Thomas Heinisch mit wenigen Worten ein Auswärtswochenende zusammen, welches aus sportlicher Sicht nicht besser hätten laufen können.
Zwei Tage, nachdem die Mannschaft von Trainer Milan Mazanec am Freitagabend bereits knapp mit 3:4 beim TSV Trostberg die Oberhand behielt, folgte nämlich auch im Frankenderby im Pegnitzer Eisstadion ein hauchdünner 5:6-Erfolg. „Echt unglaublich. Beide Spiele mit Kampf und Willen gewonnen“, lobte Heinisch. „Verdient gewonnen“, ergänzte Kapitän Christian Dietrich, der sich vor allem nach dem Prestigeerfolg in Pegnitz ebenso wie die 100 begeisterten ESC-Schlachtenbummler unter den 614 Zuschauenden begeistert zeigte. Auf dem Eis lieferten sich beide Kontrahenten jedenfalls ein packendes Derby mit oftmals wechselnden Führungen, schließlich mit dem besseren Ende für die Hawks. 1:1, 2:3, 2:2 packendes Eishockey, hautenger Spielverlauf. Fanherz, was willst du mehr? Einen großen Anteil am ESC-Erfolg hatte dabei Vaclav Adamec, der, inclusive eines Penaltys, gleich vier Treffer beisteuerte. Als „wichtiger Faktor für den Sieg“, bezeichnete deshalb auch sein tschechischer Landsmann Tomas Pribyl die Leistung des 23-jährigen Angreifers. Pribyl richtete andererseits ein dickes „Dankeschön“ an die mitgereisten Fans. „Sie haben uns über die gesamte Spielzeit hinweg immer unterstützt und nach vorne gepusht.“
EV Pegnitz – ESC Haßfurt 5:3 (1:1, 2:0, 2:2)
Schiedsrichter: O. Engmann (D. Beigel/D. Reimann). Zuschauende: 614. Tore: 0:1 (5.) Alexander Löffler (Christian Dietrich, Robin Sticha), 1:1 (9.) Ales Furch (Luca Schönauer, Mirko Schreyer), 1:2 (22.) Dietrich (Lucas-Andreas Thebus, Jano Krimmel), 2:2 (28.) Leon Pronath (Roman Navarra), 3:2 (35.) Furch (Schreyer, Platon Melnichenko) 5-4, 3:3 (37.) Vaclav Adamec – Penalty, 3:4 (39.) Adamec (Michael Stach, Mark Meier), 4:4 (44.) Jonas Hochmüller (Elias Maschke), 5:4 (45.) Furch (Bastian Heringklee, Melnichenko), 5:5 (47.) Adamec (Jan Zedek, Meier), 5:6 (53.) Adamec (Filip Strombach, Meier). Strafminuten: 8/14.
TSV Trostberg – ESC Haßfurt 3:4 (1:0, 2:1, 0:3)
Am Freitagabend in Trostberg sah es bis zum Beginn des Schlussabschnitts derweil nicht so rosig aus. Mit 3:1 lagen die Hawks zu diesem Zeitpunkt im Hintertreffen. Dabei habe man es den „Chiefs“ bei den Gegentoren laut Christian Dietrich „zu leicht gemacht“ und „nicht konsequent genug verteidigt“. Erst nach einem insgesamt „hartem Kampf im letzten Drittel“, in dem er und seine Teamkollegen vor 442 Zuschauenden „das aufs Eis gebracht haben, was wir auch draufhaben“, wendete sich das Blatt: Michael Breyer, der schon für den zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer sorgte (27.), erzielte kurz nach Wiederbeginn das 3:2 (42.). Tomas Pribyl (54.) sowie Toptorjäger und Topscorer Vaclav Adamec 38 Sekunden vor der Schlusssirene vollenden dann letztlich die Aufholjagd und brachten den vielumjubelten fünften Haßfurter Auswärtssieg doch noch unter Dach und Fach. „Wir waren im letzten Drittel einfach spritziger und man hat gemerkt, dass wir unbedingt den Sieg wollten und Vollgas gegeben haben“.
TSV Trostberg – ESC Haßfurt 3:4 (1:0, 2:1, 0:3)
Schiedsrichter: S. Velkoski/M. Riemel. Zuschauende: 442. Tore: 1:0 (17.) Jakub Poricky (Wayne Grapentine, Petr Dvorak), 2:0 (23.) Forian Wehle (Michal Zak, Christian Mamontow), 2:1 (27.) Michael Breyer (Jano Krimmel, Mark Meier), 3:1 (38.) Grapentine (Poricky, Dvorak), 3:2 (42.) Breyer (Robin Sticha), 3:3 (54.) Tomas Pribyl (Breyer, Vaclav Adamec), 3:4 (60.) Adamec (Pribyl, Breyer). Strafminuten: 2/4.
Weiter geht es für die Hawks bereits am Dreikönigs-Dienstagabend, wenn um 18.30 Uhr zum zweiten Mal in dieser Saison die Wölfe des VER Selb 1b zu Gast im Stadion am Großen Anger sind. Gegen den Tabellenletzten sollte erneut wie beim ersten Aufeinandertreffen Mitte Dezember, als die ESC-Fans einen deutlichen 14:1-Erfolg feiern durften, ein „Dreier“ Pflicht sein.
Text und Bilder: Ralf Naumann