Nicht erfolgreich in Dorfen

Dorfen gewinnt Spiel 1 mit 6:3

Die Haßfurt Hawks sind mit einer Niederlage in die Final-Play-offs gestartet. Mit 6:3 setzten sich die Dorfener Eispiraten am späten Sonntagnachmittag in eigener Eishalle durch. Doch damit ist noch gar nichts verloren, denn am kommenden Freitagabend hat die Mannschaft von Trainer Milan Mazanec die Möglichkeit, den „Fehlstart“ auszugleichen. Tatsache ist: Die Karten – fünf Euro ins Phrasenschwein – werden neu gemischt.

Tatsache ist auch, dass die Rot-Weißen auch vor drei Jahren bei ihrer Best-of-5-Serie einen ergebnistechnisch miserablen Start hingelegt haben und in Dingolfing mit 7:1 unter die Räder kamen. Im ersten Heimspiel aber drehte sich das Blatt: Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen gewannen mit 5:2, die Serie ging wieder von vorne los und ein zweites Heimspiel im Stadion Am Großen Anger war unter Dach und Fach. Und dann sind aller Voraussicht nach auch die aktuell beiden punktbesten Abwehrrecken Jan Zedek und Tomas Pribyl wieder an Bord, die beide aufgrund einer fiebrigen Erkrankung ausfielen. „Schmerzhaft“ bezeichnete Dietrich das Fehlen der beiden Tschechen, wollte das aber wie Sportvorstand Frank Terhar nicht als Ausrede für die Niederlage hernehmen. „Trotzdem haben wir das gut gemacht“, lobte er. „Die Jungs, die gespielt haben, haben das wirklich gut kompensiert“, ergänzte Terhar.

Das Bild täuscht: Nicht die Hawks des ESC Haßfurt (im Einsatz Robin Sticha) haben im ersten Play-off-Finale den ESC Dorfen (vorne Michael Franz) stolpern lassen, sondern umgekehrt. Mit 6:3 siegten die Eispiraten am Sonntagabend. Am Freitagabend hat die Mannschaft von Trainer Milan Mazanec die erste Chance auf Revanche.

Insgesamt sahen beide in einer ausgeglichenen Partie „auf Augenhöhe“ Chancen auf beiden Seiten. „Unsere Mannschaft hat gut gekämpft und gut gearbeitet“, sagte Frank Terhar. Letztlich habe die „individuelle Klasse“ der Hausherren den Ausschlag gegeben: Obwohl die Eispiraten vor offiziell 517 Zuschauenden – darunter gut 120 mitgereiste ESC-Fans – weniger Torschüsse abgaben als die Hawks, trafen sie effektiver und vor allem öfter. Das auch in der Landesliga-Play-offs-Wertung an der Spitze der Topscorerliste stehende Dorfener Tschechen-Duo Lukas Miculka (12./28.) und David Stach (23.), sowie noch der Kanadier Lucas Breault (33.), Vaclav Krlis (13.) – ebenso in den Top 10 – und Fabian Lauffer (52.), gaben ESC-Schlussmann Maximilian Schmidt sechs Mal das Nachsehen. Dagegen konnte Haßfurts Michael Stach zu Beginn des zweiten Drittel lediglich zum 2:1 verkürzen (23.), während Michael Breyer und Jano Krimmel den deutlichen 6:1-Rückstand mit zwei Treffern in der Schlussphase zumindest noch einmal verkürzen konnten (57./60.). „Wir haben unsere Chancen leider nicht gemacht, Dorfen hat sie dagegen eiskalt ausgenutzt. So ist das Ergebnis zustande gekommen“, lautete die kurze Zusammenfassung von Christian Dietrich.

„Wir haben eine gute Partie gespielt“, bilanzierte am Tag danach auch Milan Mazanec und fügte hinzu: „Das Ergebnis zeigt nicht genau, wie das Spiel war.“ Die Mannschaft seines Kollegen Tobias Brenninger habe „seine Möglichkeiten besser verwertet als wir. Aber es war eine gute Partie. Es macht uns Hoffnung auf das nächste Spiel zu Hause, das wir da etwas erreichen.“

Eishockey, Landesliga Playoff-Finale
ESC Dorfen – ESC Haßfurt 6:3 (2:0, 2:1, 2:2)
Tore: 1:0 (12.) Lukas Miculka (Lucas Breault, Sandro Schröpfer) 5-4, 2:0 (13.) Vaclav Krlis (Miculka), 2:1 (23.) Michael Stach (Jano Krimmel, Christian Dietrich), 3:1 (28.) Miculka (David Stach, Krlis), 4:1 (33.) Breault 5-4, 5:1 (48.) Stach (Miculka), 6:1 (52.) Fabio Lauffer, 6:2 (57.) Michael Breyer (Filip Strombach), 6:3 (60.) Krimmel (Artem Kuraksin). Schiedsrichter: P. Holler/A. Karl (P. Jarosch/S. Rosza). Zuschauende: 517 (120 aus Haßfurt). Strafminuten: 16/12.

 

Text und Bild: Ralf Naumann

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