Kapitän Christian Dietrich überzeugt: Hawks gelingt schon im Rückspiel der Halbfinal-Einzug
Große Gedanken, konkreter gesagt Sorgen, macht sich Christian Dietrich nicht. Der Rekordspieler und langjährige Kapitän der Haßfurt Hawks rechnet fest damit, dass er mit seinen Teamkollegen bei seinem mittlerweile 398. Einsatz am Freitagabend (20 Uhr) bei den Germering Wanderers den Einzug ins diesjährige Halbfinale der Landesliga-Playoffs perfekt macht.
Den Grund für seinen Optimismus liefert der 34-jährige Routinier gleich mit. „Germering ist eine gute Mannschaft, ohne Wenn und Aber. Wenn wir jedoch diszipliniert spielen, mit demselben Kampf und Ehrgeiz wie am Sonntag, dann werden wir auch gewinnen“, zeigt er sich von einem Sieg im Polarium überzeugt. Doch gerade mit der Disziplin haperte es ab und an. Vor allem nach der komfortablen Führung von 7:2. Zwei Tore erzielten die Gäste um Trainer Markus Ratberger nach Strafzeiten gegen die Hawks, welche Dietrich als „dumm“ bezeichnet. „Dadurch haben wir sie zurückkommen lassen.“ Er hält es somit für einen ganz großen Baustein auf den Weg ins Halbfinale, „von der Strafbank weg zu bleiben.“
Leicht wird die Aufgabe für die Haßfurter Puckjäger jedoch keineswegs, schließlich entschieden die Wanders vor ihren heimischen Fans zehn ihrer 13 Vorrundenpartien in der Gruppe A der Eishockeylandesliga. Den EV Fürstenfeldbruck (7:0), den ERC Lechbruck (6:1), den SC Forst (8:1), den EHC Bad Aibling (5.2) oder den ERSC Ottobrunn (9:0) zwangen EV-Topscorer Dennis Sturm und seine Mitstreiter jeweils eindrucksvoll in die Knie. Und auch dem Spitzenreiter ERC Sonthofen 99 erteilten die Oberbayern beim 8:2-Erfolg eine Abfuhr. Die Hawks können folglich mit kräftig Gegenwind und hochmotivierten Hausherren rechnen. Die Frage, ob sie am Sonntagabend aufgrund des zweiten Siegs in der „Best-of-3“-Serie also spielfrei sind, oder nach einer Niederlage um 18.30 Uhr im Stadion Am Großen Anger die Entscheidung stattfindet, ist völlig offen.
Sollte sich die Mannschaft von Haßfurt Trainer Milan Mazanec durchsetzen, wäre im Semifinale der ERC Sonthofen derweil ein potenzieller Gegner. Nachdem die Oberallgäuer bereits ihre erste Viertelfinal-Partie gegen den TSV Trostberg souverän mit 11:2 für sich entschieden, zweifelt niemand an einen weiteren Sieg im Rückspiel.
Apropos Milan Mazanec: Auch in der kommenden Saison steht der Tscheche an der Hawks-Bande, denn er hat seinen Vertrag verlängert. Dies sorge bei der sportlichen Entwicklung des ESC laut Sportvorstand Frank Terhar „für Stabilität und Kontinuität“.
Text und Bilder: Ralf Naumann