ESC Haßfurt – VER Selb 14:1 (4:1, 6:0, 4:0)
„Natürlich. Das war die Aufgabe, die sechs Punkte zu holen. Dann bin ich zufrieden.“ Trainer Milan Mazanec war mit dem Auftreten seiner Mannschaft und vor allem mit dem Ertrag also einverstanden. Verständlich, denn nach der geglückten Revanche beim ESV Waldkirchen mit dem 3:7-Auswärtserfolg gaben sich die Hawks des ESC Haßfurt auch zwei Tage später gegen Tabellenschlusslicht VER Selb 1b keine Blöße und fuhren beim 14:1-Erfolg den zweiten zweistelligen Heimerfolg der Saison ein.
Dabei wehrten sich die Oberfranken im ersten Abschnitt noch recht gut gegen ihre nächste drohende Niederlage. „Am Anfang“, räumte auch Mazanec ein, „haben die recht gut gespielt. Sie haben auch nichts abgegeben.“ Dennoch hatte die Mannschaft seines Kollegen Herbert Geisberger der deutlichen 4:0-Führung (die Torschützen waren Michael Breyer, Vaclav Adamec und zwei Mal Filip Strombach, 4./6./11./18.) der Hawks nur den 4:1-Ehrentreffer exakt eine Sekunde vor der Pausensirene entgegenzusetzen. Doch nach Wiederbeginn sahen die 291 Zuschauenden – die Konkurrenzveranstaltungen wie etwa das Frauenfinale bei der Handballweltmeisterschaft oder die gleichzeitige Partie des FC Bayern gegen Mainz waren letztlich zu groß – haushoch überlegene Gastgeber, die gefühlt ein 20-minütiges Powerplay zeigten. Der Lohn der Bemühungen: mit sechs weiteren Treffern schraubten sie den Zwischenstand auf 10:1 in die Höhe. Und nachdem die fast schon bedauernswerten Selber während der letzten 20 Minuten nochmals einen Vierer-Pack kassiert haben, war der 14:1-Enstand perfekt. „Natürlich war es heute gegen den Tabellenletzten ein bisschen leichter, Tore zu erzielen. Aber wir haben es insgesamt gut gemacht“, freute sich Milan Mazanec in erster Linie darüber, dass seine Mannschaft „alle drei Drittel Vollgas gegeben“ hat. „Es war sicher kein Trainingsspiel.“ Dem stimmte auch Angreifer Michael Breyer zu, der von einem einseitigen und langweiligen Spiel nicht sprechen wollte. „Man muss trotzdem immer konzentriert bleiben und gewappnet sein, wenn doch was kommt.“
ESC Haßfurt – VER Selb 14:1 (4:1, 6:0, 4:0)
Schiedsrichter: Wittmann/Engmann. Zuschauende: 291. Tore: 1:0 (4.) Michael Breyer (Michael Stach, Jano Krimmel), 2:0 (6.) Filip Strombach 4-5, 3:0 (11.) Vaclav Adamec (Strombach), 4:0 (18.) Strombach (Adamec, Mark Meier), 4:1 (20.) Martin Hartman (Sebastian Lück), 5:1 (22.) Meier (Robin Sticha, Adamec), 6:1 (22.) Meier (Strombach, Tomas Pribyl), 7:1 (27.) Leon Hartl (Louis Britsch), 8:1 (30.) Adamec (Meier, Strombach), 9:1 (32.) Strombach (Pribyl, Adamec), 10:1 (35.) Christian Dietrich (Jan Zedek, Hartl) 5-4, 11:1 (42.) Strombach (Adamec, Pribyl), 12:1 (45.) Artem Kuraksin (Meier, Strombach), 13:1 (45.) Strombach (Meier, Adamec), 14:1 (53.) Pribyl (Adamec, Maximilian Schmidt). Strafminuten: 2/12.
ESV Waldkirchen – ESC Haßfurt 3:7 (0:2, 1:2, 2:3)
Meist konzentriert waren die Hawks auf alle Fälle auch zwei Tage zuvor, denn fünf Tage nach der blamablen Heimpleite gegen Waldkirchen lieferten sie eine gelungene Revanche ab. „Wir hatten einen guten Start und konnten im Laufe des Spiels unsere Chancen gut nutzen“, freute sich Verteidiger Tomas Pribyl über den 3:7-Erfolg, der nach relativ schneller 0:2-Führung letztlich zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr geriet. Sein Fazit: Wir müssen zukünftig nur noch etwas aggressiver und gleichzeitig defensiver spielen, dann wird es noch stabiler.“ Möglichkeiten dazu gibt es wieder am kommenden Wochenende, wenn für die auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückten Haßfurter die Auswärtspartien in Mitterteich (Freitag, 20:00 Uhr) und in Moosburg (Sonntag, 17:15 Uhr) anstehen.
ESV Waldkirchen – ESC Haßfurt 3:7 (0:2, 1:2, 2:3)
Schiedsrichter: k. A. Zuschauende: 185. Tore: 0:1 (9.) Pascal Marx (Christian Dietrich, Michael Breyer) 4-5, 0:2 (14.) Mark Meier, 1:2 (25.) Josef Poch (Forian Lehner, Garrett Mcarthur) 5-4, 1:3 (28.) Meier, 1:4 (34.) Jan Zedek (Tomas Pribyl, Michael Breyer) 4-5, 1:5 (45.) Dietrich (Robin Sticha, Vaclav Adamec), 2:5 (47.) Nico Tolle (Poch), 2:6 (49.) Adamec (Pribyl), 3:6 (56.) Vitus Zechmann (Zachary Brydges, Jan-Fredinand Stern), 3:7 (60.) Filip Strombach (Zedek). Strafminuten: 12/8.
Text und Bilder: Ralf Naumann