Dreikampf um Platz zwei
Stürmer Leon Hartl zeigt sich optimistisch, sowohl in Trostberg als auch in Pegnitz zu punkten. Warum er seine Entscheidung für die Landesliga für richtig hält.
Sein Ziel mit den Haßfurt Hawks (2. Platz/35 Punkte) formuliert er klar und deutlich: „Definitiv in den Playoffs erfolgreich“ sein und „soweit es geht mit den Jungs zu kommen.“ Dass dafür in den nächsten Wochen noch viel anstrengende Arbeit notwendig, ist Leon Hartl bewusst. Und das erste anstehende Doppelwochenende in der Gruppe B der Eishockeylandesliga im neuen Jahr 2026 wird aller Voraussicht nach besonders anstrengend.
Immerhin müssen er und seine Teamkollegen erneut zwei Mal auswärts antreten – bei den zwei aktuell stärksten Mitkonkurrenten um Platz 2: Am Freitagabend spielen die Hawks nach langer Anreise bei den Chiefs des TSV Trostberg (19 Uhr), zwei Tage später sind dann zum zweiten Mal in dieser Saison die Pegnitzer Ice Dogs Gastgeber im Frankenderby (18 Uhr). Und dass beide Gegner derzeit in der Tabelle hinter Haßfurt auf den Plätzen 4 und 3 geführt werden, liegt einzig und alleine an der Anzahl der weniger absolvierten Partien: Trostberg, im ersten Aufeinandertreffen mit 5:3 in die Knie gezwungen, war bislang erst 13 Mal im Einsatz (28 Zähler). Pegnitz, im November 9:5-Sieger, 15 Mal (34). Haßfurt dagegen hat bereits 16 Partien bestritten. „Ich schätze beide Gegner als stark ein und bin mir sicher, dass uns keine Punkte geschenkt werden“, erwartet Leon Hartl deshalb „zwei enge“ Duelle auf Augenhöhe. Doch nach mittlerweile sieben Spielen im Trikot der Hawks kann der ehemalige Schweinfurter, der unter anderem auch schon in Königsbrunn, Höchstadt oder Amberg Erfahrung sammelte, die Mannschaft gut einschätzen. „Wir müssen zu 100 Prozent konzentriert spielen und um die Punkte kämpfen. Wenn jeder bereit ist, alles zu geben, sehe ich dem Wochenende positiv gestimmt entgegen“, macht Hartl deutlich und fügt hinzu: „Wir müssen definitiv körperlich präsent sein und dürfen nicht so viele taktische und individuelle Fehler machen, wie in den letzten Spielen.“
Derweil ist der gebürtige Münchener mit seiner Entscheidung, aus der zeitintensiveren Bayernliga in die Landesliga zu wechseln, sehr zufrieden. „Ich bin nach Haßfurt gekommen, weil ich durch meinen Job als Verkäufer für Wohnmobile in Höchstadt den zeitlichen Aufwand in Schweinfurt nicht mehr stemmen konnte.“ Und bei den Hawks habe er eine sehr gute Atmosphäre vorgefunden. „Ich bin mit der Mannschaft und dem Trainer super zufrieden. Es herrscht eine gute Stimmung und alle haben mich super aufgenommen“, sagt Hartl, der aktuell in Bamberg wohnt. Auch deshalb glaubt er fest, es mit dem Team sportlich „sehr weit“ zu schaffen. „Jeder steht für den anderen ein und alle wollen von Tag zu Tag besser werden.“ Für ihn „die besten Voraussetzungen, um einen guten Lauf in den Playoffs hinzulegen.“
Text und Bild: Ralf Naumann.