Hawks gewinnen das erste Playoff-Viertelfinale mit 9:5

Konzentration rechtzeitig wieder hochgefahren: Hawks besiegen den EV Germering

Die Hawks haben in der Partie gegen den EV Germering nach einer kleinen „Talfahrt“ noch rechtzeitig wieder die Konzentration an den Tag gelegt, die einfach notwendig ist. Notwendig, um ein Playoff-Viertelfinale erfolgreich zu gestalten. Letztlich war der 9:5-Erfolg im Hinspiel am Sonntagabend aber zu keiner Phase der Partie richtig gefährdet.

Tor für Haßfurt: Bereits in der 8. Minute überwindet Jano Krimmel (rechts) Germerings Torwart Lukas Usselmann zum 3:0.

Doch wer sich von knapp 700 Fans im Stadion Am Großen Anger, die wieder einmal eine Playoff-würdige Kulisse bildeten, nach einem famosen ersten Drittel schon mit dem angestrebten Halbfinal-Einzug anfreunden wollte, wurde im weiteren Verlauf der Partie eines Besseren belehrt. Die Gegenwehr der Wanderers nahm nach dem deutlichen und scheinbar hoffnungslosen 5:1-Rückstand und möglicherweise einer fruchtenden Pausenansprache ihres Trainers Markus Rathgeber jedenfalls deutlich an Fahrt auf. Andererseits trugen auch zunehmende defensive Mängel der Hausherren dazu bei, dass die Gäste zu weiteren Treffern kamen. Und deshalb endete der Mittelabschnitt mit einem 2:2-Unentschieden. 

Haßfurts Vaclav Adamec (links, im Duell mit Germerings Oskar Haerty) taucht gefährlich vor dem Germeringer Tor (rechts Torwart Lukas Usselmann) auf.

Und als der Tabellendritte der Vorrunde der Gruppe A im Schlussabschnitt ESC-Schlussmann Nicolas Hetzel zwei weitere Male das Nachsehen gab und auf 7:5 verkürzt hatte (46./55.), war klar: die Messe ist noch längst nicht gelesen und die – das gehört aber auch zur Wahrheit – über weite Strecken überlegenen Hawks, müssen spätestens jetzt wieder einen Gang höherschalten.

Viel Arbeit hatte auch ESC-Torwart Nicolas Hetzel, der in dieser Szene den Puck nach einem Schuss von Germerings Thomas Fischer gerade noch abwehren kann.

 „Wir haben ein bisschen nachgelassen in der Verteidigung“, räumte Doppeltorschütze Meier, der unter anderem die 1:0 -Führung erzielt hatte (6.), ein. „Aber“, so fügte er zurecht hinzu, „wir haben am Ende dann noch einmal gut dagegengehalten.“ Rechtzeitig jedenfalls, um in den letzten fünf Minuten der Partie den bereits weit geöffneten Sack mit zwei weiteren eigenen Treffern zu schließen: Erst traf Robin Sticha aus einem Gewühl heraus (55.), dann Tomas Pribyl, von einem eigenen, aus seiner tschechischen Heimat angereisten „Fanclub“ unterstützt, mit einem Gewaltschuss in Überzahl (59.). „Wir haben am Ende nochmals gut dagegengehalten. Wir haben das erste Spiel jetzt eingepackt, das war heute das Wichtigste“.

Der endgültige Knock-Out für Germering: Haßfurts Robin Sticha (Fünfter von links) lässt sich für seinen Treffer zum 8:5 feiern.

ESC-Sportvorstand Frank Terhar zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft und hatte Verständnis für die kleine Schwächephase nach den klaren 5:1- und 7:3-Führungen. „Manchmal ist es halt so, dass man, wenn man deutlich führt, denkt, es geht alles zu leicht. Jeder will dann nach vorne, will auch Tore schießen. Aber wir sind im Viertelfinale. Jeder muss seinen Job von Anfang bis zum Ende immer durchziehen.“ Letztlich zähle der Sieg und die gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommen Freitagabend um 20 Uhr im Germeringer Polarium. „Wir haben gewonnen. Erste Hürde gemeistert. Passt alles.“

Nach dem Sieg im Playoff-Viertelfinale gab es Grund zu feiern.

Eishockey, Landesliga Playoff-Viertelfinale
ESC Haßfurt – Germering Wanderers 9:5 (5:1, 2:2, 2:2)
Tore: 1:0 (6.) Mark Meier (Michael Breyer, Michael Stach), 2:0 (7.) Filip Strombach (Meier, Vaclav Adamec), 3:0 (8.) Jano Krimmel (Pascal Marx, Christian Dietrich), 3:1 (10.) Thomas Fischer (Nico Rossi), 4:1 (16.) Adamec (Jan Zedek, Tomas Pribyl) 5-4, 5:1 (19.) Adam Zizka (Adamec, Leon Hartl), 5:2 (23.) Daniel Menge (Simon Beslic), 6:2 (25.) Stach (Breyer, Zedek), 7:2 (29.) Meier (Robin Sticha), 7:3 (32.) Menge (Michael Dorfner) 4-5, 7:4 (46.) Manuel Winkler (Beslic) 5-4, 7:5 (55.) Markus Kerber (Marco Göttle, Fischer), 8:5 (55.) Sticha (Meier, Stach), 9:5 (59.) Pribyl (Zedek, Breyer) 5-4. Schiedsrichter: P. Sintenis/O. Engmann (J. Menhorn/D. Beigel). Zuschauende: 671. Strafminuten: 16/18.

 

Text und Bilder:Ralf Naumann

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